Der Start in das Züchterleben von Bernd Otto liegt in seiner Kindheit. In Weißenborn-Lüderode wurden auf dem kleinen Hof der Eltern Ziegen, Hühner, Kaninchen und Schweine gehalten. „So bin ich früh mit Tieren in Kontakt gekommen, und als Vater auf Montage ging, ist viel an uns Söhnen hängen geblieben“, erzählt der 70-Jährige. Den Schritt in die Kaninchenzucht ging der rüstige Rentner 1961 mit seinem Bruder Gerhard. „Mit der Rasse Blaue Wiener haben wir begonnen und mein Bruder hat sie bis zu seinem Tod 2017 gezüchtet“, erinnert sich Bernd Otto, der sich seit 1986 der Zucht der Rasse Kleinsilber gelb verschrieben hat. Vorher sammelte er viele Erfahrungen mit den Rheinischen Schecken, Holländer schwarz-weiß und der Rasse Thüringer. „Im Laufe der Jahre hatte ich neben Kleinsilber auch immer mal eine Zweitrasse, aber mit zunehmenden Alter ging das nicht mehr.“ Den größten Erfolg landete Otto im vergangenen Jahr, als er auf der Eichsfeldschau mit seiner Sammlung den Meistertitel errang. Ein besonders schönes Erlebnis für den erfahrenen Züchter, denn es war ein Heimspiel. Mit den Mitgliedern des Vereins Weißenborn-Lüderode, dessen Geschicke der 70-Jährige seit 1996 als Vorsitzender maßgeblich mitbestimmt, organisierte er die Ausstellung im Heimatort. Mit von der Partie auch Vereinsmitglieder, die keine Kaninchen mehr züchten und auch die Züchterfrauen. „Darauf bin ich sehr stolz, das findet man nicht überall.“ Auch Ehefrau Reinhilde unterstützt, wo sie kann, ist bei den Ausstellungen immer mit von der Partie, und im heimischen Garten sorgt sie für Futternachschub, wenn sie zum Beispiel Löwenzahn sticht.

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