Die Liebe zu Tieren entdeckte Dietmar Grimm als Jugendlicher in Kleinbodungen. „Mit meinem Vater hatte ich damals Kaninchen und Tauben, aber durch den Wehrdienst und den Umzug anfang der 70er-Jahre nach Leinefelde war an Tierhaltung erst einmal nicht mehr zu denken“, blickt der heute 66-Jährige zurück. Als dann 1981 Leo Müller, der schon lange der Kaninchenzucht verbunden war, von Ecklingerode nach Leinefelde zog, änderte sich dies schlagartig, denn Müller suchte Gleichgesinnte für das zeitaufwendige Hobby. Gemeinsam mit dem Verband ging man in Leinefelde auf Grundstückssuche und wurde fündig. Mit vielen Arbeitseinsätzen wurde die Fläche hergerichtet und Stallungen gebaut, so dass im Februar 1983 der Rassekaninchenzuchtverein Leinefelde gegründet werden konnte. „Eigentlich wollte ich mit der Rasse Mecklenburger Schecken mein Züchterleben beginnen, aber da ich nur schwarze Tiere bekommen konnte, habe ich mich für die Rasse Thüringer entschieden. Meine erste Häsin holte ich vom Zuchtfreund Bernd Otto aus Weißenborn-Lüderode. Eine weitere Häsin und einen Rammler bekam ich von Willi Bach aus Rudolstadt-Schaala.“ Bis heute gehört die Liebe den Thüringern, auch wenn dann doch zwischenzeitlich mal Mecklenburger Schecken und Englische Schecken als Zweitrasse für Farbtupfer in den Ställen sorgten. Der größte Erfolg mit dem Erringen des Landesmeistertitels 2005 liegt ein paar Jahre zurück, aber die Thüringer „bleiben Hauptrasse“. „Auf der Schau in Erfurt stellte ich auch die Siegerhäsin, und 2012 wurde ich Eichsfeldmeister“, so Grimm, der seit 2015 dem Thüringer Club „David Gärtner“ Waltershausen angehört.

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